Handy Strahlung möglicherweise schädlich!
26. Juni 2007, 12:56, NZZ Online Handy Strahlung möglicherweise schädlichGesundheitsrisiko laut Studie nicht bewiesen Der Einfluss der Handy-Strahlung auf die Gesundheit ist laut einer neuen Studie wahrscheinlich, aber weiterhin nicht bewiesen. Auch ein erhöhtes Risiko von Hirntumoren bei langer Handy-Benutzung sei möglich, aber nicht gesichert. Es gibt laut Bund somit «keinen wissenschaftlichen Grund», die Grenzwerte zu ändern. (ap) Die am Dienstag veröffentlichte Studie «Hochfrequente Strahlung und Gesundheit» wurde im Auftrag von Bundesrat und Bundesgericht erstellt. Sie stützt sich auf die Ergebnisse von gegen 150 wissenschaftlichen Publikationen zwischen 2003 und 2006. Erstmals wurden ergänzend zu den Untersuchungen am Menschen auch einige Forschungsergebnisse zur Reaktion einzelner Zellen und von Tieren auf hochfrequente Strahlung (HF) mit einbezogen.
Veränderung der Hirnströme Laut dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat die Auswertung der Strahlenstudien keine neuen, «gesicherten» gesundheitlichen Auswirkungen ergeben. Es sei aber «wahrscheinlich», dass die von den Mobiltelefonen ausgehende Strahlung eine Veränderung der Hirnströme und der Schlafphasen bewirken könne. Ebenfalls «wahrscheinlich» sei, dass unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Unbehagen und Brennen auf der Haut mit stärkerem Mobiltelefongebrauch in Verbindung stünden. Ob diese jedoch direkt auf die HF-Strahlung zurückzuführen seien oder auf andere Faktoren wie etwa erhöhten Stress sei unklar. Schlafstörungen und Leukämie im Umfeld von stark sendenden Rundfunksendern werden gemäss Auswertung als «mögliche» Effekte der Strahlung eingestuft. Auch ein erhöhtes Risiko für Hirntumore bei intensiver und langjähriger Mobiltelefonbenutzung wird als «möglich» erachtet. «Möglich» bedeutet hier, dass eventuell ein Zusammenhang mit der HF-Strahlung besteht, dieser aber nicht gesichert ist. Als «unwahrscheinlich» werden hingegen eine erhöhte Sterblichkeit oder die Entstehung von Speicheldrüsentumoren durch Handy-Gebrauch eingeschätzt.Ungewisses Gesundheitsrisiko Wegen der spärlichen Datenlage kann laut Erhebung eine allfällige Verbindung der HF-Strahlung mit vielen anderen Krankheiten nicht beurteilt werden. Dies gilt etwa für Brustkrebs, Fehlgeburten, Fertilität, Immun- und Hormonsystem, Herz- und Kreislaufunktionen sowie das psychische Befinden. Experimente am Menschen und Zellen belegten zwar unmittelbare Auswirkungen. Allerdings sei ungewiss, ob diese ein Gesundheitsrisiko darstellten. Die Erhebung zeige, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Einfluss der HF-Strahlung auf die Gesundheit nach wie vor lückenhaft seien, hält das Bafu fest. Es gebe jedoch «keinen wissenschaftlichen Grund», die heute geltenden Grenzwerte zu ändern. Das Bafu verweist auf das seit Anfang Jahr laufende vierjährige Nationale Forschungsprogramm mit elf Projekten zum Themenkreis «Nichtionisierende Strahlung (NIS), Umwelt und Gesundheit».
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Grundsätzlich ist aber davon aus zu gehen das die Handy Strahlung negative Auswirkungen auf Organismen hat. Leider fehlen heute Langzeiterfahrungen zu diesem Thema. Zudem ist es nicht im Interesse gewisser Kreise genaue Daten zu der Handy Strahlung liefern. Daher Rate ich zu grösster Vorsicht und den Einsatz von solchen Mobiltelefonen auf das absolute Minimum zu begrenzen. Das gleich gilt für Bluetooth oder andere Funkübertragungssysteme.
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